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Die wichtigsten Online Marketing Kennzahlen

  • Autorenbild: Miriam Wetter
    Miriam Wetter
  • 14. Jan. 2019
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Aug.

Nur wer seine Erfolge dokumentiert, kann sie steigern. Und nur wer seinen Misserfolgen auf den Grund geht, kann deren Wiederholung vermeiden. Welche Kennzahlen sollten Sie im Online Marketing daher stets im Blick haben?

 

«50% meiner Marketingausgaben sind hinausgeworfenes Geld. Aber niemand kann mir sagen, welche 50% es sind.» – Henry Ford

Was für das klassische Marketing gilt, ist der grosse Vorteil des Online Marketings: Alles ist messbar! Doch längst nicht alles, was gemessen werden kann, ist auch sinnvoll zu erheben und auszuwerten. Um zu definieren, welches die wichtigsten Kennzahlen im Online Marketing sind, sollten wir uns zuerst mit der Frage beschäftigen, welche  Aufgabe eine Kennzahl erfüllen soll.

 

Aufgaben von Kennzahlen

Kennzahlen machen Erfolge, Entwicklungen und Verläufe sichtbar. Sie ermöglichen es, Leistungen zu vergleichen. Mit ihrer Hilfe können Arbeitsfortschritte dokumentiert werden. Die Arbeit wird transparenter und schlussendlich besser, weil durch die Überprüfung der Arbeitsleistung zukünftige Misserfolge vermieden und vergangene Erfolge wiederholt werden können.

Wenn es daher um das Reporting geht, sind Kennzahlen unvermeidlich.

 

Welche Fragen sollen beantwortet werden?

  • Welcher monetäre Nutzen bringt das Marketing?

  • Wieviel hat es gekostet?

  • Ist es nachhaltig?

  • Wer sind die Besucher auf der Webseite?

  • Woher kommen sie und welche Informationen brauchen sie?

  • Was wird gekauft?

  • Wieviel ist ein Besucher wert?

 

Ziele definieren


«Wer sich keine Ziele setzt, wird auch keine erreichen können» – Willy Meurer

Kennzahlen gewinnen erst an Aussagekraft, wenn sie verglichen werden. Für jede Zahl sollte jeweils ein Zielwert definiert sein. Realistisch lässt sich dieser bestimmen, wenn man dazu Vergangenheitswerte zuzieht und zukünftige Arbeitsschwerpunkte und Veränderungen mitberücksichtigt.

Immer empfehlenswert ist es zudem, nach Verfügbarkeit Benchmarks — sogenannte Branchenvergleiche — zuzuziehen.

 

Vorlage für ein monatliches Reporting

SOLL

IST

+/-

SOLL YTD

IST YTD

Forecast

Budget

Vorjahr

Monatsbudget

Erreichter Monatswert

Unterschied zum Vormonat

Kumulierte SOLL-Monatsbudgets der vergangenen Monate des laufenden Jahres

Kumulierte IST-Monatswerte der vergangenen Monate des laufenden Jahres

Zukunftswert in Abhängikeit der vergangenen Werte

Jahresziel

Jahreswert des vorangegangenen Jahres

*YTD = Year-to-Date

Diese Vorlage kann auf jede Kennzahl angewendet werden. So ist beim monatlichen Reporting bereits ersichtlich, ob und wo das Jahresziel erreicht wird.

Bei starken monatlichen Schwankungen (Saisonalität) ist es zudem sinnvoll, die Monatswerte mit den Monatswerten des Vorjahres zu vergleichen.

 

Zahlen analysieren

Kunden bewegen sich in der Welt und im Web nicht in vorgegebenen Bahnen. Sie können im Geschäft stehen und gleichzeitig die stationären Preise mit den Preisen im Webshop vergleichen, auf dem Nachhauseweg an der Bushaltestelle ein Plakat sehen oder im Zug einen Blogpost lesen.

Um ihnen ein nahtloses Markenerlebnis bieten zu können, ist es unabdingbar, dass alle Offline und Online Marketing Disziplinen zusammenarbeiten — auch beim Marketing Controlling.

Nummer-Eins-Platzierungen bei Google sind nicht gleichzusetzen mit erfolgreichem Online Marketing.

Ebenso wenig werden durch «Gefällt mir»-Angaben ein betriebswirtschaftlicher Nutzen oder ein Zusammenhang mit dem Umsatz sichtbar.

Marketing Controlling und die Analyse von Kennzahlen sind ein interdisziplinäres Unterfangen — und nur wer die richtigen Kennzahlen beizieht, kann aus der Analyse die richtigen Schlüsse ziehen.

Das margen-stärkste Produkt am häufigsten zu verkaufen und somit durch den gewonnenen Traffic den höchsten Deckungsbeitrag zu erzielen, das ist Erfolg im Online Marketing.

 

Strategien ableiten

Streuverluste kosten Geld. Oft wird im Marketing pro Kontakt abgerechnet. Je mehr «unbrauchbare» Kontakte enthalten sind, umso ärgerlicher. Gut, dass Sie sich im Online Marketing damit nicht zufrieden geben müssen. Denn Sie haben die Möglichkeit bis auf die kleinste Einheit eines einzelnen Webbesuchers zu eruieren, wieviel er Wert ist.

Sie können im Vorfeld mit Hilfe von Vergangenheitsdaten detailliert definieren, wieviel Sie für welche Werbemassnahme investieren wollen, damit am Ende der Return-on-Average-Spending stimmt. Und im Nachhinein prüfen, ob sich das Investment gelohnt hat.

 

An dieser Stelle ist es wichtig, dass Webanalyse und Conversion-Optimierung und die unterschiedlichen Disziplinen wie AdWords, Newsletter und Social Media eng zusammenarbeiten.

 

Kampagnen Kennzahlen

Die Kennzahlen werden stets für einen vordefinierten Zeitraum (Jahr/Monat/Kampagnenlaufzeit) erhoben.

Umsatz

Erlös durch die ausgelösten Bestellungen und Erlös während der Zeitperiode gesamt


Achtung! Die Gesamtumsatzzahl ist wichtig, weil Verkäufe, welche durch Online Werbung im stationären Handel ausgelöst werden, können nicht zu 100% gemessen werden.

Kontakte

Anzahl erreichter Nutzer


Kennzahl für die Reichweite einer Kampagne

Einblendungen


Impressions

Anzahl Ausspielungen einer Anzeige oder eines Videos


Merke! Ein Kontakt kann über mehrere Einblendungen erreicht werden


Kennzahl für die Reichweite der Kampagne

Gewonnene Kunden

Je nach strategischer Ausrichtung der Kampagne: Gewonnene Neukunden oder wiedergewonne Kunden

Bestellwert pro Bestellung

Erlös der eine einzelne Bestellung auslöst


Unterschiede können zum Beispiel durch bestehende v/s Neukunden, unterschiedliche Medien etc. bestehen

Gesamtkosten

Marketingkosten gesamt / Auslagen für die gesamte Kampagne

Erstellungskosten

Auslagen für die Erstellung der Kampagne (Löhne, externe Kosten, Agenturen) und Kosten für das Medium (z.B. Werbevideo)

Werbekosten


Media Kosten

Auslagen für Werbung


(Beispielsweise für die Schaltung von YouTube Ads, Google AdWords Anzeigen, Facebook Ads, etc.)

Cost per Mille – CPM


Cost per Thousand – CPT

Kosten um 1.000 Kontakte zu erreichen

Cost per Click – CPC

Kosten für einen Klick

Cost-per-Order

Werbekosten für einen getätigten Verkauf

Stornoquote

Anteil Stornierungen an den Gesamtbestellungen

Retourenquote

Anteil Retoursendungen von Ware an der Gesamtsumme der bestellten Einheiten

Return on Advertising Spending — ROAS

ROI für Werbung, zeigt das Verhältnis von Werbekosen zum resultierenden Umsatz. Kennzahl zur Messung der Effektivität einer Kampagne.

Neben den Kennzahlen für die gesamte Kampagne zu erheben, ist es auch besonders interessant, verschiedene Medien wie beispielsweise Facebook Ads, Banner Werbung und Google AdWords miteinander zu vergleichen. Hierzu eignen sich besonders die Kennzahlen CPC, CPM und ROAS.

 

Webseiten Kennzahlen

Sitzungen


Visits

Anzahl Besuche auf einer Webseite, Kennzahl für die Reichweite

Nutzer


Unique Visitors

Anzahl Besucher, die eine Webseite aufgerufen haben


Merke! Ein Nutzer kann mehrere Sitzungen haben

Seiten pro Sitzung

Anzahl Unterseiten, die während einer Sitzung im Durchschnitt aufgerufen werden


Indikator für die Qualität des Inhalts und der Usability

Absprungrate

Prozentzahl der Nutzer, welche die Webseite nach dem Aufruf der ersten Seite wieder verlassen. Diese Nutzer rufen keine zweite Seite auf.


Indikator für Unterseiten, welche nicht den Erwartungen der Nutzer entsprechen

Sitzungsdauer


Aufenthaltsdauer

Durchschnittliche Länge einer Sitzung

Conversion Rate

Die Conversion definiert die Erreichung eines vordefinierten Ziels (bsp. Newsletter-Anmeldung, Kontaktformular ausfüllen, Video abspielen, Kauf, etc.).


Die Conversion Rate beschreibt das Verhältnis von erreichten Zielen zur Anzahl Sitzungen.


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